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Erfolgreiches Bundesliga-Wochenende und Nord-West-Cup in Bad Zwischenahn

  • Autorenbild: Lara
    Lara
  • vor 3 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Die letzten beiden Wochen waren für mich sehr schachreich: Zunächst nahm ich am Nord-West-Cup in Bad Zwischenahn teil (29.01.–01.02.) und am Wochenende darauf kam ich in der 1. Bundesliga für meinen Verein Werder Bremen zum Einsatz (07.+08.02.).


In der Bundesliga lief es dieses Mal besonders erfolgreich. Am Samstag spielten wir gegen Deggendorf.











Bei der Aufstellung der Mannschaften fielen mir mehrere Dinge auf: Ich war der einzige Spieler im gesamten Match ohne GM-Titel, der einzige Spieler, der für Deutschland spielt, und dazu auch noch die einzige Frau.


Mein Gegner war GM Dalibor Stojanovic aus Bosnien und Herzegowina.


Nach einem ausgeglichenen Mittelspiel musste ich schließlich diese Stellung in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und Türmen verteidigen. Der schwarze König ist sehr aktiv und droht mit Kb2 und Kxa3, einen wichtigen Bauern einzusammeln. Was kann man dagegen tun? Der Läufer von e1 würde gerne den Bauern a3 von der a3–f8-Diagonalen decken. Also muss der Läufer vom passiven Feld e1 auf diese Diagonale manövriert werden. Ich spielte deshalb 43.c4, was zwar einen Bauern kostet, aber das oben genannte Manöver ermöglicht. Es ist allerdings immer noch nicht so einfach, denn nach 43...Txc4 muss man mit Lb4 vorsichtig sein, da nach dem Qualitätsopfer Txb4 der a-Bauer unglaublich schnell durchläuft. Ich entschied mich deshalb für die Route 44.La5 Kb2 45.Ld8 (mit Angriff auf den f6-Bauern) nebst Le7. Wenig später endete die Partie Remis, da Schwarz seinen Mehrbauern mit den ungleichfarbigen Läufern nicht verwerten kann.


Am ersten Brett hielt unser Spieler Haik Martirosyan Remis gegen Arjun Erigaisi. Luke McShane, Zbyněk Hráček und mein Trainer und Bundestrainer Zahar Efimenko spielten ebenfalls Remis.

Lucas van Foreest und Bobby Cheng fuhren wichtige Siege für uns ein. Szymon Gumularz verlor seine Partie.

So stand am Ende für uns ein knapper 4,5:3,5-Sieg fest, ein tolles Ergebnis.



Am Sonntag spielten wir gegen Bayern München. Mein Gegner war der schwedische IM Philipp Lindgren. Mein Gegner nahm in der Eröffnung überzeugt einen Bauern mit, fand sich aber schon wenig später mit einem König in der Mitte und einem großen Entwicklungsproblem wieder. Ich gewann wenig später meinen Bauern zurück und wickelte in dieses Endspiel ab.



Hier ist die weiße Stellung bereits hoffnungslos, der Th2 und der Lg2 sind komplett aus dem Spiel genommen. Schwarz wird mit seiner Bauernmehrheit am Damenflügel einen Freibauern bilden und diesen durchbringen.


Mein Gegner spielte hier den Zug 37.d5, um etwas Gegenspiel mit dem d-Bauern zu erzeugen. Doch dieses Gegenspiel konnte ich im Keim ersticken, denn es funktioniert 37...Lxd5. Der Läufer darf nicht geschlagen werden, da Tc1+ Grundreihenmatt setzt. Wenig später konnte ich die Partie gewinnen und einen entscheidenden ganzen Punkt zu unserem nächsten Mannschaftssieg beitragen. Die ersten fünf Bretter endeten alle Remis, Lucas und ich gewannen, Zbyněk verlor. Das bedeutete einen weiteren 4,5:3,5-Sieg für uns.

Ein sehr erfolgreiches Wochenende!



Bald wird es auf meinem YouTube-Kanal „Lara’s Chess College“ ein Video zu meinem Sieg gegen IM Philipp Lindgren geben.


Spielort war übrigens Kirchweyhe. Ich hatte dort ein gewisses Déjà-vu, denn ich spielte dort vor zwei Jahren ebenfalls die Samstagsrunde Remis und gewann die Sonntagsrunde gegen einen IM. Diese Partie war mein allererstes YouTube-Video. Ihr findet es hier:https://www.youtube.com/watch?v=BqoKrZmkdnA


Auf den Nord-West-Cup in Bad Zwischenahn freue ich mich jedes Jahr sehr, nach meinem Sieg im A-Open letztes Jahr natürlich nun noch mehr. Ganz so gut wie letztes Jahr lief in diesem Jahr zwar nicht – ich holte 4,5 Punkte aus 7 Runden –, großen Spaß hat mir das Turnier aber trotzdem wieder gemacht. Vom Spielsaal aus hatte man dieses Mal Aussicht auf das zugefrorene Zwischenahner Meer. Vielen Dank an Jürgen Wempe / chessorg für die Ausrichtung dieses tollen Turniers!



Bis bald,eure Lara

 
 
 

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